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Mephisto

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  1. Einige Varèse-Enmtscheidungen konnte ich tatsächlich nie nachvollziehen, z. B. auch das verzcihten von Filmversionen auf der FREUD-Deluxe-Edition, die ja gerade durch ALIEN berühmt geworden waren, oder das weglassen von Stücken, obwohl sonst alles komplett war (MAGIC). Aber rückblickend natürlich großartig, gerade was der Varèse-Club damals alles gebracht hat. Da hat sich Townsons Geschmack eben mit meinem gedeckt: Golden Age, früher bis mittlerer Goldsmith, viel Conti, viel North...
  2. Finde ich nicht uninteressant, zumal die TORN CURTAIN-DVD zwar die Aufnahmen enthielt, aber eben in PAL-Geschwindigkeit. Da ist es mir lieb, dass die jetzt offiziell auf CD kommen - wäre dann nach Bernstein (FSM) und McNeely (Varèse) die 3. Aufnahme. Dann ist das Kapitel auch endlich geschlossen. Ich finde es tatsächlich schön, dass jetzt die Post-Herrmann-Hitchcock-Lücken aufgefüllt werden mit FRENZY (Mancini) und TOPAZ (Jarre). Und dort zieht wahrscheinlich hauptsächlich der Name des Regisseurs.
  3. Die 4 Waxman-CDs von Varèse habe ich bereits, daher frage ich mich, ob sich das Remaster lohnt. Die Fried-Sachen riechen wieder ein bisschen nach Bootleg, aber ist für mich noch das interessanteste Album in der Reihe.
  4. Wirklich sehr interessant, ich lese auch gerne mal durch die älteren Threads hier - und da sieht man eben, was damals noch anders war und für selbstverständlich angesehen wurde: Es gab eben noch zig Erstveröffentlichungen, flankiert von liebevoll produzierten Neueinspielungen etc. Das Verhältnis ist mittlerweile komplett gekippt.
  5. Wie gesagt, in diesem Fall finde ich es auch total angemessen, dass der nochmal kommt - ebenso NATTY GUNN, der bestimmt nochmal kommt. Früher hat Intrada ja aus Prinzip keine alten Sachen neu aufgelegt, was gerade bei NIGHT CROSSING ärgerlich war. Kann eigentlich die Musik zum 3. Teil was? Sonst hätte man mit dem Broughton zu Teil 2 eine schicke Box machen können. Ich war ohnehin über die ganzen Broughton-Expandierungen in den letzten Jahren sehr glücklich, vor allem BABY'S DAY OUT und HONOEY, I BLEW UP THE KIDS.
  6. Da finde ich auf LINK bezogen den damaligen Kommentar von Sami recht treffend, der ja gerade auf das Konzeot Bezug nimmt: Und da würde mich tatsächlich interessieren, was Du von den beiden letztgenannten hältst. Für mich muss eine Filmmusik aber auf größerer Strecke überzeugen als nur auf der Ebene des Kernkonzepts, sonst wäre ich der größte Zimmerfan aller Zeiten. Der verzerrte Celloton für den Joker, die Verlangsamung von Je ne regrette riens in INCEPTION, die Orgel als Signatur für die menschengemachten Maschinen in INTERSTELLAR - das sind tolle Konzeptideen, die dem jeweiligen Sinngehalt des Films auch musikalisch einen Kommentar verleihen, aber drum herum gibt es dann doch ziemlich viel medioker ausgearbeitetes Pulsieren und Staccatogestreiche. Es gibt zahlreiche Italowestern, deren Hauptthemen ich wahnsinnig schätze, aber die danach nicht über funktional-dröges Spannungsgetrommel und Saloongeklimpere hinauskommen. Da kann ich mich dann auch nicht dazu durchringen "die Musik" toll zu finden - und so geht es mir da auch bei MALICE und anderen Goldsmith-Arbeiten. Bei WARLOCK finde ich ja auch nur die Streicherchoralfassung des themas wirklich packend - und das ist mir dann bei der Musik einfach zu wenig. Übrigens hast Du das ja damals auch anders gesehen, als ich LINK und WARLOCK besprochen habe Der komplette Verlauf ist hier nachzulesen: https://www.soundtrack-board.de/topic/1097-was-habt-ihr-zuletzt-gesehen/page/184/#comment-221436
  7. Ich denke, es kommt darauf an, was man als "gut" oder "schlecht" bewertet. In den vergangenen zehn Jahren hat sich das bei mir auch stark geändert. Früher waren es hauptsächlich handwerkliche Aspekte, auf deren Grundlage ich etwas für "gut" oder "schlecht" befunden habe, also eher, ob etwas "gut gemacht" oder "schlecht gemacht" ist. Mittlerweile orientiere ich mich eher an dem, was mir ein "Werk sein zu wollen" scheint. Wenn man mich zum Beispiel fragt, ob DER MÖNCH MIT DER PEITSCHE ein guter Film ist, würde ich sagen: Der Film löst das Ziel, einen reißerischen Thriller mit möglichst drastischen Schockmomenten und einigem Unterhaltungswert, ein. Er erreicht sein ursprüngliches Ziel. Kommt er handwerklich, dramaturgisch, künstlerisch an PSYCHO ran? Nein, aber das macht ihn nicht automatisch schlechter, weil die Macher eben etwas anderes erreichen wollten und von einem anderen ästhetischen Standpunkt kommen. Daher würde ich sagen, hat Goldsmith mit MR. BASEBALL auch sein Ziel erreicht, eine möglichst spritzige, teils fast schon trashige Musik zu komponieren, weil es eben dem Film mit seiner typischen Amerikanischen Kaugummi-Popcorn-Ästhetik, für die die machomäßige Sportwelt ja zu Beginn steht, gut einfängt und auch der klischeehaften Zeichnung des Films entspricht. Natürlich ist die Kombination der Shakuhachi und der Gitarre für die Liebesbeziehung des amerikanisch-japanischen Paares platt, da hat er in THE CHALLENGE ganz andere Register gezogen, aber MR. BASEBALL verlangte nunmal ein anderes Konzept. Auch bei LINK muss ich mittlerweile sagen, finde ich das Zirkusmusikkonzept im Vorspann auf melodischer Ebene überzeugend, weil Link ja ein ehemaliger Zirkusaffe ist. Allerdings erschließt sich mir nicht, warum dann im Film weiter penetrant dieses Computerdrumset hämmern muss, weil es kaum an traditionelle Zirkuskapellen erinnert und zu weit von Dschungeltrommeln entfernt ist, um da entsprechende Assoziationen zu wecken. Und WARLOCK habe ich mich öfter versucht anzunähern, aber dass gerade das Choralthema so heraussticht - gerade in der süßlichen Streichervariante im Vorspann - und danach kaum mehr etwas vergleichbares kommt, sagt mir aus der Erinnerung, dass die Musik auf Dauer nicht trägt. Zumal die Einspielung auch sehr schnarchig ist. MALICE müsste ich nochmal schauen. Hier noch meine damaligen Einschätzungen
  8. Als Intrada den das erste Mal veröffentlichte, war ich noch in der Oberstufe und habe den bei Christian Krohn telefonisch bestellt. Insofern ist es schon okay, wenn der mal wieder kommt. Ich frage mich ein bisschen, wer da eigentlich die Zielgruppe ist. Wenn man den Beiträgen im anderen Thread glauben darf, dann interessieren sich die jüngeren Filmmusik-Fans ja anscheinend "nur noch für das moderne Blockbuster-Zeug", was ich ihnen - sollte es tatsächlich so sein - nicht verdenken kann. Weder lineares Fernsehen noch die ganzen Streaming-Anbieter machen einen mit dem prä-2000er-Kino vertraut, wie es in den 00er-Jahren nach normal war. Da konnte man ja auf Super-RTL noch Hitchcock-Schwarzweiß-Filme sehen (REBECCA & ICH KÄMPFE UM DICH). Wachsen also überhaupt noch Horner-Fans nach? Guckt die Gen-Z noch TITANIC oder BRAVEHEART? Oder rechnet man einfach mit den eingefleischten Boomer-, Gen-X- und Millenial-Filmmusikhörern, denen man die ganzen Expandierungen noch andrehen will? Intrada und Varèse haben ja auch früher Erweiterungen auf den Markt gebracht, ich glaube, warum uns das heute so trist scheint, liegt daran, dass einfach der gesamte CD-Output der Labels zurückgegangen ist und fast ausschließlich erweiterte Fassungen von bereits verfügbaren, auch bereits erweiterten Fassungen veröffentlicht werden. Intrada hat ja früher immer vier CDs pro Monat veröffentlicht, jede Woche 2. Da fielen die LP-Neuauflagen auf CD und Erweiterungen zwischen den Golden-Age-Western, Dramen und Noirs sowie den ganzen 70er-Sachen nicht so auf... Aber ich frage mich hier wirklich wieder, wer die Zielgruppe von so quirliger 80er-Filmmusik noch ist?
  9. Um hier als "Veteran" auch nochmal meinen Senf dazuzugeben: Ich finde es sehr schade, dass so viele offensichtlich aus dem Fourm hier in die Facebook-Gruppe "umgezogen" sind. Es mag natürlich bequemer sein, da man dort ohnehin mehr Zeit verbringt, als zusätzlich diese Seite anzusteuern. Ich selber habe mich nie bei Facebook angemeldet und wenn ich "von außen" in die Gruppe schaue, muss ich sagen, dass mir das alles zu chaotisch ist. Was die sinkende Beteiligung angeht: Ich habe größten Respekt vor Stefan Schlegel und Jania, ebenso Alexander, Sebastian, Trekfan und anderen, die hier noch regelmäßig schreiben, ohne dass sie auf große Resonanz hoffen können. Ich persönlich muss sagen: Ich habe hier sämtliche Grabenkämpfe ausgefochten: Ist Hans Zimmer ein "guter" Komponist? Sollte man heute noch Golden Age hören? Filmmusik "hören" oder "verstehen" etc. Leider sind einige dieser Threads schon verlorengegangen, aber damals als Schüler und junger Student waren das noch wirkliche Herzensangelegenheiten. Man war halt idealistisch und hatte mehr Zeit - die perfekte Mischung! Ich habe dann nach und nach einmal meine komplette Sammlung durchrezensiert (auch noch meine damalige Klassiksammlung, flankiert von Waldgeist und Konsorten), sogar noch die ganzen italienischen und deutschen Nachträge besprochen. Das heißt aber auch, dass ich mittlerweile nicht mehr viel neues hinzufügen kann und mir meine Zeit ehrlich gesagt zu schade ist, meine Texte nochmal zu paraphrasieren. Manchmal grabe ich ja alte Besprechungen aus, um sie im Thread zum Re-re-re-re-re-release nochmal zu zitieren. Sollte ich mal wieder ein "Projekt" starten wie damals die deutsche oder italienische Filmmusik, dann könnte es sein, dass ich hier wieder mitmische. Aber auf große Resonanz warte und hoffe ich hier weniger - auch wenn gerade von Stefan und Angus tolle Empfehlungen kamen. Als ich hier noch ziemlich aktiv war und mich mit Vergnügen mit Bernd und Anne gestritten habe, habe ich zum Beispiel einmal Ulrich Wünschel gefragt, warum er hier nicht aktiver ist und seine Antwort kann ich mittlerweile gut nachvollziehen. Er meinte nämlich seinerseits, im Cinemusicforum bereits alles ausdiskutiert zu haben. In den letzten Jahren war ich vor allem als Sammler aktiv. Mein Vollzeitjob hat mir weniger Gelegenheit zum Musikhören gegeben, aber ich konnte mir eigentlich alles zulegen, was ich schon immer haben wollte - sogar noch mehr! Gerade über Discogs habe ich unfassbar viel 90er-Zeug ergattert, sodass ich John Scott, Bruce Broughton und andere mittlerweile komplett habe, dann die ganzen Sonderreihen von Varèse (die alte Club-Staffel, Masters of Film Music) und vieles mehr - gerade auch im französischen Bereich z. B. von Sarde oder Delerue. Ich denke auch, dass ich bei Zeiten mal wieder mehr Filmmusik hören werde, aber gerade gibt es in Berlin so viele live-Konzerte und Programmkinovorführungen von alten Schinken, dass ich selten mal zu Hause die Ruhe habe, eine CD aufzulegen. Aber für den Fall dass, bin ich auf alle Fälle gewappnet
  10. Was ich nie ganz verstanden habe: Es gibt doch soundtrackcollector. Warum also das ganze nochmal aufziehen?
  11. Bezüglich Orchesterlibraries: Da hat sich ja in den vergangenen 16 Jahren viel getan. Das komplette Eastwest Hollywood Orchestra kriegt man ja mittlerweile für knapp 400,00€ oder durch die Composer Cloud hat man für ca. 20,00€ im Monat Zugriff auf alle Produkte von Eastwest. Hast Du da in der Zwischenzeit aufgerüstet?
  12. Ist ein schönes Stück, ich kann verstehen, warum Du auch nach so vielen Jahren noch dran arbeitest. Vor allen Dingen mag ich die Einspielung sehr gerne. An einigen Stellen fand ich, dass wenige direkte Wiederholungen dem Fluss etwas besser täten beziehunsgweise es ein wenig "improvisatorisch" auf der Stelle tritt. Auf eine andere Fassung wäre ich definitiv gespannt.
  13. Aber bedeutet dass, dass Twilight Time lediglich die auf der LP veröffentlichten Stücke auf den Film legen konnten, oder waren noch die vollständigen Bänder erhältlich? Disques Cinémusique scheint aber nur einen Download angeboten zu haben. Weder auf soundtrackcollector, noch auf discogs finde ich hier einen Eintrag zu einer CD.
  14. Danke für die Aufklärung, @Stefan Schlegel, dann spare ich mir das Geld für die gebrauchten Blu-Rays und halte nur Ausschau nach PICNIC und COWBOY.
  15. Interessant, ich dachte, auf der Hülle steht nur "Isolated Music Track" und nicht, wie sonst "Music and Effects Track". Weißt Du denn, wie es um die anderen Dunings bei TWILIGHT TIME steht? Also PICNIC und COWBOY? Die sind ja auch mit "Isolated Music Track" gekennzeichnet. Von Effekten steht da nichts.
  16. Zumal "noch besser" bei INCHON über haupt nichts heißen muss - für eine Orchesteraufnahme aus der Zeit klingt das Ding einfach schlecht.
  17. Von Mandel kenne ich noch nicht so viel, bin daher immer dankbar, wenn mal wieder der Fokus auf ihn gerichtet wird. Außerdem ist es wirklich sinnvoll, solche Kommentare zur Veröffentlichung zu schreiben und nicht im "Ich-höre-gerade"-Thread versumpfen zu lassen - habe ich auch oft so gehandhabt. Dann findet man sein Zeug schneller Weißt Du denn, ob es die Originalbänder überhaupt noch gibt? Ich kann mir nicht vorstellen, dass WB die nicht lizensiert haben, weil sie selbst damit noch den Riesenschotter machen wollen.
  18. Ich habe zu Danken, Stefan! Tatsächlich war ich die letzten Tage unterwegs und hatte keine Zeit, munter mitzuraten - aber es hat sich doch gelohnt, denn ich habe mir noch 4 weitere Alben bestellt: PURPURNE FLÜSSE 1 & 2, YEAR OF THE COMET und ROBIN HOOD (Mann). Bin gespannt auf das nächste Projekt
  19. Hmmm... wie sieht's aus mit Schifrin? Von dessen Horrorscores kenne ich bisher nur die nicht verwendeten Sachen zu THE EXORCIST.
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