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Soundtrack Board

Sebastian Schwittay

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Alle Inhalte von Sebastian Schwittay

  1. Kommt irgendwann diesen Herbst von Mercury KX: https://www.mercurykx.com/mercury-kx-to-release-jonny-greenwoods-spencer-soundtrack/ Greenwood mischt in seiner Musik barocke Elemente mit Free Jazz. Quelle: https://i-d.vice.com/en_uk/article/5db83x/spencer-jonny-greenwood-soundtrack-anarchy-kristen-stewart-princess-diana-venice
  2. Vergessen, hier der Link zum "Main Title" von NAKED LUNCH: https://www.youtube.com/watch?v=quZQphxdX28 Und hier zu "Mujahaddin", wo das Orchesterthema länger ohne Saxophon zu hören ist: https://www.youtube.com/watch?v=tXUbw8ygmjA
  3. Noch ein runder Geburtstag: diesen Winter feiert David Cronenbergs NAKED LUNCH 30-jähriges Jubiläum. Im Kino des Deutschen Filmmuseums läuft auch gerade eine Cronenberg-Retro, und NAKED LUNCH läuft heute Abend. ❤️ Hier das Orchesterthema der "Main Title"-Sequenz aus dem Score von Howard Shore. Darüber hört man in der Musik die wilden Saxophon-Improvisationen Ornette Colemans.
  4. Diesmal was Komplexeres: die ersten beiden Durchläufe des rhythmisch vertrackten Themas aus "The Hunt" aus THE LOST WORLD, das Spielberg komplett aus dem Film gestrichen und durch einen Zusammenschnitt anderer Cues ersetzt hat. Williams nutzt hier jede Möglichkeit, das Metrum zu verschleiern: Punktierungen, Überbindungen, Wechsel zu 5/8... ein wirklich raffiniertes Stück Musik. Der Exzerpt zeigt die zentralen Bläserstimmen (Blech + Holzbläser oben). Besonders reizvoll: der Posaunen-Kontrapunkt beim zweiten Durchgang ab Takt 9. Zum Mithören: https://youtu.be/82LELfMA0to?t=22
  5. Freue ich mich auch schon sehr drauf. Hier das Making-Of-Video:
  6. Haha, ein Remake vom Ersten, nur in softerem Look... Die Motive von Davis scheinen zumindest wiederverwendet zu werden, wenn sie schon so prominent am Ende des Trailers auftauchen.
  7. Ein wässriger MATRIX ohne Kanten wäre das - Minimalismus ohne Modernismus. Das stört mich dabei am meisten. Minimalismus kann ja irgendwie jeder, aber das Reizvolle an Davis' Konzept war ja gerade die Vermengung mit Elementen der Nachkriegs-Avantgarde - schade, dass man hier nicht auf jemanden zurückgegriffen hat, der sowas besonders gut beherrscht, Elliot Goldenthal beispielsweise.
  8. Das, was Boneking beschrieben hat: Einfallsreichtum und imaginativer Umgang mit den musikalischen Parametern. Plus (und das löst meinen Qualitätsanspruch etwas vom Akademischen): ein gewisses Maß an Expressivität. Denn das kann man auch mit simpleren Mitteln erreichen. Das Thema in "Paul's Dream", das ich im Film-Score-Spotlights-Thread auch mit Timecode auf YouTube verlinkt habe: https://youtu.be/BdtiYwSP9ko?t=149
  9. Zum zwanzigsten Jubiläum: das zarte Klavierthema aus Elliot Goldenthals FINAL FANTASY: THE SPIRITS WITHIN. Erst in "The Kiss" zu hören, später dann auch als Hauptmotiv des Filmsongs "The Dream Within". Das Thema steht in der Tradition der intimen Goldenthal-Klavierwalzer, wie man sie auch aus MICHAEL COLLINS (Kittys Walzer in "Train Station Farewell") oder INTERVIEW WITH THE VAMPIRE (Claudias Walzer in "Claudia's Allegro Agitato") kennt. https://youtu.be/37gwEmIF7pc?t=63
  10. Ich hätte zwar lieber erstmal SNEAKERS komplett gehabt, da ich mir die Omni-Partitur davon zuerst gönnen werde, aber schön, dass nun auch hiervon die CD zur Partitur erscheint.
  11. Hat das Thema nochmal jemand entdeckt irgendwo? Gebe mir das ganze Album wohl erst am Wochenende...
  12. Man muss allerdings dazu sagen, dass die Qualität des Scores größtenteils auf die Beteiligung James Newton Howards zurückzuführen ist, der beide Themen (Vulkan- und Liebesthema) sowie einige komplette Tracks geschrieben hat (u.a. den starken "Main Title", der auch der Höhepunkt des Scores ist). Werde mir die Deluxe Edition aber auch zulegen, allein wegen der Vertonung der pyroklastischen Wolke in "Crash Into The Mine". Da hatten Frizzell, Porcaro und Dechter sichtlich Spaß, jeden nur erdenklichen avantgardistischen Effekt, den das Orchester hergibt, abzufackeln.^^ Freue mich, diesen tollen Track dann endlich in der Sammlung zu haben.
  13. Bisher wurden 22 Scores nominiert: BLACK WIDOW, Lorne Balfe DER BOANDLKRAMER UND DIE EWIGE LIEBE, Ralf Wengenmayr, Marvin Miller BUCKLEY´S CHANCE, Christopher Gordon CRUELLA, Nicholas Britell DEVYATEYEV, Yuri Poteyenko FEAR STREET PART 1: 1994, Marco Beltrami, Marcus Trumpp FEAR STREET PART 2: 1978, Marco Beltrami, Brandon Roberts FEAR STREET PART 3: 1666, Marco Beltrami, Anna Drubich, Marcus Trumpp FINDERS OF THE LOST YACHT, Panu Aaltio THE GREEN KNIGHT, Daniel Hart JUNE AGAIN, Christopher Gordon JUNGLE CRUISE, James Newton Howard ODESSA, Anna Drubich PERSIAN LESSONS, Evgueni Galperine, Sacha Galperine A QUIET PLACE PART II, Marco Beltrami RAYA AND THE LAST DRAGON, James Newton Howard RUROUNI KENSHIN: THE FINAL, Naoki Sato SAS: RED NOTICE, Benji Merrison TO TOKYO, Trevor Jones THE TOMORROW WAR, Lorne Balfe THE UNDERGROUND RAILROAD, Nicholas Britell ZIEJA: TRUTH MAKES FREE, Cezary Skubiszewski -------------------------------------------------------------------- Die Nominierungsphase endet am 31. Januar 2022. Bitte immer folgendermaßen nominieren: FILMTITEL, Komponist Also Filmtitel in Großbuchstaben, dann ein Komma und dann den Namen des Komponisten in normaler Schrift.
  14. Jup, geht. Kinostart liegt noch nicht länger als zwei Jahre zurück. Genauso übrigens auch bei ODESSA von Anna Drubich.
  15. Klar, sonderlich originell oder gar komplex ist das Ganze nicht. Als Fan skalenbasierter bzw. modaler Elemente in Musik hab ich aber trotzdem meine Freude dran.
  16. "Paul's Dream" aus Zimmers DUNE: um was für ein Thema es sich hier genau handelt, wird sich wohl erst zeigen, wenn Soundtrack und Film erschienen sind. Da es eine prägnante Figur ist, gehe ich allerdings davon aus, dass es sich um ein Thema für Paul Atreides oder für den Wüstenplaneten selbst handelt. Sicherlich ist es irgendwie ein Klischee, die arabische bzw. Zigeuner-Dur-Tonleiter für einen Wüstenfilm zu verwenden, aber ich finde die Idee dennoch wirkungsvoll und klanglich durchaus überwältigend. https://youtu.be/BdtiYwSP9ko?t=149
  17. Das Hauptthema aus Marco Beltramis erstem FEAR STREET-Score, hier in der Version der "Main Titles". Das Thema spielt im dritten Teil wieder eine Rolle, bzw. erfährt man erst dort, für wen oder was es eigentlich steht. Strukturell und im Charakter ist es "Sidney's Lament" aus SCREAM nicht unähnlich - und wird ebenfalls von einer weiblichen Solo-Gesangsstimme intoniert. https://youtu.be/hNMITLFFw3s?t=48
  18. Da Michael Kamens beliebter Score zu ROBIN HOOD: PRINCE OF THIEVES diesen Sommer sein 30-jähriges Jubiläum feiert, habe ich mir hieraus auch einige Passagen ausnotiert. Auf der melodischen Ebene arbeitet Kamens Score viel mit Mittelalter-evozierenden, reinen Intervallen wie Quarte und Quinte (besonders im "springenden" Schlachtmotiv, siehe zweiter Auszug), und mutet damit zugleich roh wie auch naturbelassen an. Der 12/8-Takt des Hauptthemas passt ebenfalls zum mittelalterlichen Charakter der Musik: abgesehen davon, dass man das Thema auch im 4/4 hätte notieren können, verweist der in Dreiergruppen geteilte 12/8 unterschwellig auf die Trinitätslehren des christlichen Mittelalters. Hauptthema und Schlachtmotiv: https://www.youtube.com/watch?v=PZT8VqdE8Tk
  19. Etwas ganz anderes: das Actionmotiv aus Goblins Musik zu George A. Romeros Zombie-Klassiker DAWN OF THE DEAD (1978). Die Musik der Gruppe, die vor allem im europäischen Argento-Cut des Films benutzt wurde, ist stark vom Progressive Rock der 60er und 70er geprägt, und hat deswegen einige rhythmisch abenteuerliche "odd meter"-Passagen zu bieten. Das "Zombi"-Actionmotiv ist da wohl der komplizierteste (7/16 + 3/8 + 4/8), aber interessanterweise auch prägnanteste Einfall des Scores. https://www.youtube.com/watch?v=zYKy8Z1Ze3E
  20. Da nicht alle hier auf Facebook aktiv sind, eröffne ich diese kleine Serie nun auch mal hier: ein Thread mit Fokus auf besonders schönen, oft etwas übersehenen Einfällen, Motiven oder Themen aus Filmmusiken in Form kleiner Notenauszüge. Da ich immer mal wieder gerne zwischendurch solche Exzerpte erstelle (meistens by ear, manchmal entnehme ich es auch der Partitur), habe ich mir gedacht: warum nicht gleich mit anderen Filmmusik-Fans teilen. Vielleicht findet ihr es ja interessant. Falls ja: viel Spaß! Das Virus-/Einzellermotiv aus Williams' WAR OF THE WORLDS. Das Motiv eröffnet und beschließt den Film, alles scheint um es zu kreisen - und kreisend wirkt auch seine Struktur (der 12/8-Takt hat in seinem triolischen Charakter auch etwas "Natürliches", "Fließendes" an sich). Der Kreislauf des Lebens, schön musikalisch eingefangen. Ich finde es immer spannend, wenn Williams solche Naturmotive vertont, das hat immer etwas sehr Entrücktes, aber auch dezent Paranoides. Denn es entzieht sich unserer Kontrolle. https://youtu.be/J1Kn3yTiPZo?t=153
  21. Siehe Beitrag von @badbu vom 23. Juli. Erst "The Dune Sketchbook", dann der normale Soundtrack, dann der Companion Soundtrack zum Design-Buch.
  22. Ich glaube, wir sollten uns alle mal wieder vor Augen führen, dass Filmmusik ein Randgebiet, und auch Goldsmith ein absolutes "Special Interest" ist. Es ist ja nicht so, als ob diese Goldsmith-Kanonisierung besonders hohe Wellen schlagen und CAPRICORN ONE und THE MUMMY nun aus jedem Konzertsaal tönen würden. Gegen die Popularität eines Williams ist Goldsmith immer noch weitgehend unbeackertes Spezialisten-Terrain, das auch wissenschaftlich kaum erschlossen ist - also meine Güte: lasst es doch einfach geschehen, dass immerhin ein paar amerikanische Underground-Label sich um sein Andenken verdient machen. Es ist wirklich manchmal ganz heilsam, ein bisschen über die Grenzen der eigenen Connaisseur-Bubble hinauszuschauen.
  23. Bei North und Friedhofer und einigen anderen Namen stimme ich dir zu, dass die Vielfalt hier auch qualitativ gerechtfertigt war. Wenn ich mir allerdings ansehe, wie wenig mittlerweile etwa von Victor Young, Leigh Harline und anderen Golden-Age-Komponisten aus der zweiten Reihe, und wieviel dagegen noch von Goldsmith oder Williams veröffentlicht wird, komme ich nicht umhin, auch ein bisschen Gerechtigkeit darin zu sehen. Es tut mir ja leid, dir das wieder unter die Nase reiben zu müssen, aber Goldsmith gehört nicht umsonst zu den geschätztesten Komponisten der US-Filmmusik, und ich kenne etwa keinen Score vom (recht überschätzten) Victor Young, der einem starken bis meisterlichen Goldsmith im musikalischen Erfindungsreichtum auch nur annähernd das Wasser reichen könnte. Auch die von einigen immer wieder als hocherfreuliche Veröffentlichung angepriesene Western-Box von LaLaLand finde ich vom Musikalischen her auch nur bei Waxman, (teilweise) Newman und Raksin überzeugend. Oder um es anders zu formulieren: auch im Golden Age gab es haufenweise standardisiertes, schnell runterschriebenes und abgesehen vom mitunter feurigen Gestus wenig memorables Zeug, das nicht ganz zu Unrecht keinen Einzug in die heiligen Hallen des Kanons gefunden hat. Vielfalt schön und gut, aber am Ende kehrt der Mensch halt doch immer wieder zum Besten und Erhabensten zurück. Nicht von der Hand zu weisen ist natürlich die überragende Bedeutung von North und Waxman, die man diskographisch natürlich auch in Gänze erschließen müsste (Friedhofer durchaus auch). (Wenn ich gehässig wäre, würde ich jetzt übrigens auch den werten Tiomkin zu den überschätzten Komponisten zählen, bei denen es nicht selten etwas hohl und rumpelig wurde, und bei dem einfach der Golden-Age-Fetisch zu ziehen scheint. Aber ich bin jetzt still. )
  24. Sicher, aber ich denke nicht, dass die solch einen Hype nach sich ziehen, wie er momentan bzgl. Goldsmith herrscht. Die Leute sind halt froh, dass die letzten Musiken von ihm gehoben werden. Wenn das gestemmt ist, wird da wohl wieder Ruhe einkehren. Und es ist doch besser, wenn junge Sammler über Goldsmith an die 50er und 60er herangeführt werden als überhaupt nicht, oder?
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